Willkommen im Bonsai-Dojo Bergkamen.

„Zurück zu den Wurzeln“ ist unsere Philosophie, welche wir wörtlich verstehen. Wir sehen Bonsai nicht als oberflächliches Gewerbe oder Wettbewerb an, sondern mehr als ganzheitliches Thema zur eigenen Selbstfindung. Die Essenz von Bonsai liegt für uns in der Entwicklung und Reife der Pflanzen und auch der eigenen Persönlichkeit. Bonsai, „Sumi-e“ oder Kalligraphie sind auch nur als Elemente zur inneren Einkehr in das eigene Ich zu betrachten. Somit sind sie Stilmittel zum Ausdruck der eigenen Lebenseinstellung. Wir möchten sie abholen aus einer Welt des Leistungsdruckes und der immer weiter ansteigenden Geschwindigkeit. Lernen sie ihre Gedanken zu leeren und die Probleme des Alltags zu kompensieren. Unser Ziel ist es, allen Begeisterten die ersten Schritte, hinein in die Welt dieser Künste zu vermitteln, Ihnen Hilfestellung zu geben, durch Workshops mit zertifizierten Lehrern vorhandenes Wissen auszubauen und in Arbeitskreisen die eigene Kreativität und Erlerntes weiter zu entwickeln. Das Erlernen dieser Themen ist natürlich auch an elementare Grundregeln und deren Philosophie geknüpft, welche es zu verinnerlichen gilt. All dieses lernt man auch nicht an einem Wochenende, sondern benötigt viele Jahre um es zu perfektionieren. Aber wir sehen das Lernen als ewig währenden Prozess an, wo ein Jeder auf seinem Niveau, sein Hobby praktizieren kann, ohne Wettbewerb und vergleichende Prozesse. In vielen Gesprächen auf Messen oder Ausstellungen, haben wir bereits Bestätigung für unsere Sichtweise von zahlreichen Interessenten bekommen. Lassen Sie sich vom meditativen Charakter dieser Künste verführen, um zu einem neuen Verständnis im Umgang mit Seele und Natur zu gelangen.

Wenn Sie Interesse an unseren Workshops oder allgemeine Fragen zu unseren Angeboten haben nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Gemeinsam mit unseren Lehrmeistern Iwao Katagiri  (Mitte links) und Werner Busch (Mitte rechts)

Das Leben ist zu lang um es für eine einzige Sache herzugeben…“ Ob dieses Zitat zutrifft, muss sich ein jeder selbst beantworten. Heute, als Jahrgang 1965, sehe ich es jedenfalls so.

Seit nunmehr fast 25 Jahren beschäftige ich mich mit Bonsai. Neben zahlreichen Lehrgängen bei vielen internationalen Gestaltern, begann ich meine Ausbildung  zum Bonsailehrer an der „Scuola d´arte Bonsai“ mit Werner Busch und Kaizo Ando und schloss diese 2016 bei Iwao Katagiri ab.

Ich sehe Bonsai als Gegenpol zu der zu oft praktizierten Kurzlebigkeit in unserer Leistungs- und Konsumgesellschaft. Die Essenz von Bonsai liegt für mich in der Entwicklung und Reife der Pflanzen sowie der eigenen Persönlichkeit.  Bonsai ist für mich als persönliche Interpretation meiner Betrachtungsweise der Natur zu verstehen und nicht als Vergleichs- oder gar Wettbewerbsobjekt. Zumal stellt jede Pflanze auf ihre Weise ein einzigartiges Unikat dar. Vielmehr betrachte ich die ersten Schritte zum Erlangen der geistigen Einstellung als elementar und erstrebenswert, denn Bonsai verlangt von uns Achtsamkeit und Verantwortungsbewußtsein und kann somit auch  Stilmittel zum Ausdruck der eigenen Lebenseinstellung werden.

Die Malerei hingegen, übe ich von Kindesbeinen an aus. Zunächst rein autodidaktisch, später aber auch über längere Schulungen mit Lehrern. Über die Jahre sind so zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle entstanden und es war für mich ein nicht ganz so weiter Schritt zur Tuschemalerei und Kalligraphie. Auch hier pflege ich meine eigene Entwicklung durch den Besuch bei Unterrichten in Sumi-e und japanischer Kalligraphie. Somit sehe ich mich auch selbst immer als Schüler all dieser Dinge und freue mich auf jede neue Begegnung mit Gleichgesinnten und deren individuellen Sichtweisen.

Ziel sollte es jedoch nicht sein, die Dinge in eine Perfektion steigern zu wollen welche konkurrenzlos zu sein scheint, denn Konkurrenz bedeutet Wettbewerb, Vergleich, Zwang, Eitelkeit, Leistungsdruck und ist es nicht genau das, was uns die alten asiatischen Philosophien verwehren?

Heute ist all Dies ein dominanter Teil meiner Lebensausrichtung geworden und ich habe meinen ehemaligen Beruf in der Holztechnik vor Jahren verlassen und bin nach einer mehrjährigen Ausbildung als Osteopath in eigener Praxis tätig.

 

Kontakt MarlisAuch der aktivste Mensch, benötigt hin und wieder Ruhe.

Ich bin im Gegensatz zu meinem Mann, ein sehr unruhiger Mensch und kann nur schwer auf einer Stelle verweilen. Früher sah ich deswegen in den Asiatischen Kampfkünsten meine Erfüllung. Dachte ich. Durch Berührung mit Bonsai, Kalligraphie und Sumi-e, wurde ich eines Besseren belehrt. Diese uralten japanischen Traditionen verlangen ein gewisses Maß an Ruhe und Besonnenheit. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass man in seiner Freizeit nicht noch mehr Aktivitäten oder 1000 Termine benötigt,  oder sich womöglich noch von dem einen zum anderen Adrenalinkick hetzt. In der Ruhe liegt die Kraft.

Als Büromensch, giere ich in meiner Freizeit nach Bewegung in der Natur. Da hilft ein kurzer schneller Jogginglauf schon weiter. Aber wirklich entspannen, von dem hektischen Alltag, kann ich am besten zwischen der meditativen Ruhe unserer Bonsai oder bei der Betrachtung eins Tuschebildes. Ich war so fasziniert von diesem Hobby, das ich mit meinem Mann die Ausbildung zum Bonsailehrer absolviert habe.  Leider  bin ich beruflich sehr eingespannt, sodass ich eher die (starke) Frau im Hintergrund bin. Ich unterstütze meinem Mann wann immer ich kann, in allen Dingen und natürlich auch in der Pflege der Bonsai. Denn die Natur hat ihre eigene Zeit. Sie lässt sich nicht hetzen oder von Termin zu Termin jagen.